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Prävention - Früherkennung

Prävention einer HIV-Infektion

Prävention einer HIV-Infektion

Eine Infektion mit HIV (humanes Immunschwächevirus) lässt sich vor allem durch Prävention verhindern. Wenn Sie den Verdacht haben, dass Sie sich infiziert haben, müssen Sie unverzüglich reagieren.


Sie hatten gerade einen Kontakt, bei dem es zu einer Virusübertragung gekommen sein könnte. Was ist zu tun?

  • Zu den Übertragungsmöglichkeiten von HIV aber auch von Hepatitis B und C gehört der Kontakt mit Blut oder einer anderen Körperflüssigkeit. Zudem kann eine Virusübertragung auch durch ungeschützten Geschlechtsverkehr oder durch ein kaputtes Kondom beim Geschlechtsverkehr erfolgen.
  • Bei Verdacht einer Virusübertragung müssen Sie im Idealfall innerhalb von 4 Stunden und spätestens innerhalb von 48 Stunden reagieren.
  • Begeben Sie sich unverzüglich zur Notaufnahme eines Krankenhauses. Es wäre gut, wenn der mögliche Virusträger Sie begleitet.
  • Geben Sie am Empfang an, dass Sie sich wegen eines versehentlichen Kontakts mit HIV melden.

Wozu ist dieser Krankenhausbesuch gut?

  • Das Risiko der Aussetzung und der Ansteckung mit HIV für die in Kontakt gekommene Person wird beurteilt.
  • Bei Verletzung mit HIV-kontaminierten Instrumenten bzw. Injektionsbestecken, Benetzung offener Wunden und Schleimhäuten mit HIV-kontaminierten Flüssigkeiten, ungeschütztem Geschlechtsverkehr mit einer HIV-infizierten Person, einer Transfusion von HIV-kontaminiertem Blut oder Blutprodukten wird nach geltendem Kenntnisstand von einem hohen Übertragungsrisiko ausgegangen.
  • Es wird unmittelbar eine entsprechende Behandlung eingeleitet, die nach einem solchen Kontakt mit dem Virus vorgesehen ist. Das Vorgehen ist abhängig von der Art des Kontaktes und dem damit verbundenen Infektionsrisiko.
  • Sie müssen einen Fragebogen ausfüllen, bei dem Sie Auskunft über sich und die Umstände des Vorfalls geben müssen. Diese Informationen helfen dem Arzt dabei, das Risiko zu beurteilen und eine Entscheidung über die Relevanz der Behandlung zu treffen.

Wie sieht die Behandlung aus?

  • Es handelt sich um eine vorbeugende Anti-Virus-Therapie.
  • Wenn diese medikamentöse Behandlung zeitig genug eingeleitet wird, kann sie die mögliche Verbreitung des Virus im Organismus verhindern. Das Virus kann am Eindringen in die Zielzellen gehindert werden.
  • Die entsprechenden Medikamente müssen vier Wochen lang ohne Unterbrechung eingenommen werden. Dabei müssen die Dosis und die Einnahmezeiten genau eingehalten werden.
  • Einige Tage lang können Nebenwirkungen wie Durchfall oder Übelkeit auftreten.
  • Da die Behandlung auch Nebenwirkungen haben kann, wird ihr Arzt Nutzen und Risiko im besonderen Fall anhand internationaler Empfehlungen abwägen.

Was passiert nach der vorbeugenden Anti-Virus-Therapie?

  • Es ist keine sofortige Aussage möglich, ob die Behandlung wirksam war.
  • Die neuesten Empfehlungen sehen eine Beobachtung über mindestens 4 Monate hinweg vor. Dann steht fest, ob eine Infektion vermieden werden konnte und die vorbeugende Behandlung erfolgreich war.

 

Verlieren Sie keine Zeit! Nach 48 Stunden ist der Erfolg einer Notfallbehandlung gering.

Haben Sie keine Angst! Das medizinische Fachpersonal in der Notaufnahme wird Sie freundlich und ohne Vorurteile behandeln.

Publikationsdatum:   17.12.10
Datum geändert:  27.04.11
 
 

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Axel Kuchem

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