Zum Inhalt
Sie befinden sich hier:  Home  > Weitere Informationen  > Therapie

Weitere Informationen

Therapie

Schwierigkeiten bei der Einhaltung der Diabetes-Behandlung

Schwierigkeiten bei der Einhaltung der Diabetes-Behandlung

Diabetes ist eine chronische, fortschreitende Krankheit. Ihre regelmäßige Mitarbeit als Patient ist unerlässlich, um das Auftreten von Komplikationen zu verhindern. Wenn Sie allerdings Schwierigkeiten haben, Ihre Behandlung einzuhalten, ist das völlig normal!


Müssen Sie Ihre Gewohnheiten ändern?

  • Um das gemeinsam festgelegte Ziel der Therapie zu erreichen, müssen Sie Ihre Alltagsgewohnheiten allmählich ändern und eine gesunde Ernährung sowie körperliche Aktivität zu wesentlichen Bestandteilen Ihrer neuen Lebensweise machen.
  • Ihre Essgewohnheiten werden mit Hilfe einer Diätberaterin oder Diätassistentin untersucht, und es wird zusammen mit Ihnen eine maßgeschneiderte ausgewogene Ernährung festgelegt, die zu Ihrer Lebensweise am besten passt.
  • Sie werden lernen, dass es nicht verboten ist, sich etwas Gutes zu tun. Sie können diese neue Ernährungsweise auch sehr leicht für die ganze Familie einführen, da es sich um eine ausgewogene Ernährung handelt und nicht um eine Diät mit negativem Beigeschmack.
  • Sie sollten Ihre tägliche körperliche Aktivität verstärkt beobachten. Anschließend wird in Abstimmung mit Ihrem behandelnden Arzt eine Zeit vereinbart, die pro Tag oder pro Woche investiert werden muss, um Ihren Gesundheitszustand zu verbessern.
  • Bei Bedarf können Sie sich auch einer Diabetiker-Gruppe anschließen, die mit einem Sportmediziner oder Physiotherapeuten zusammenarbeitet.

Was ist eine Diabetes-Schulung?

Besonders wichtig ist die Kenntnis über die Krankheit, über die therapeutischen Ziele und über die Grundsätze der Beobachtung des Krankheitsverlaufs. Die Schulung wird vom behandelnden Arzt zusammen mit Diabetologen sowie mit Hilfe von Fachkräften wie Diätberatern, Krankenpflegern, medizinischen Fußpflegern (Podologen) und Physiotherapeuten durchgeführt. Eine solche übergreifende Behandlung erfolgt oft im Rahmen von sogenannten „strukturierten Behandlungsprogrammen“, die von den Krankenkassen angeboten werden und zu denen Sie sich freiwillig anmelden können. Neben den niedergelassenen Ärzten sind Diabeteskliniken und Patientenvereinigungen wichtige Anlaufstellen. Die Diabetes-Schulung ist ein wesentlicher Bestandteil der Behandlung.

Wird es schwierig sein, Ihre Behandlung einzuhalten?

  • Die regelmäßige Einnahme der verschriebenen Medikamente zu den vorgesehenen Zeiten macht gelegentlich Probleme. Es ist möglich, dass Sie die Einnahme besonders am Anfang einmal vergessen werden. Zögern Sie jedoch nicht, dies mit Ihrem behandelnden Arzt zu besprechen.
  • Die selbständige Messung des Blutzuckers mit Hilfe eines Blutzuckermessgeräts kann in bestimmten Situationen nützlich sein, um die Diabetes-Behandlung zu befolgen und anzupassen. Wenn Sie Insulin spritzen müssen, sollten Sie in der Lage sein, Ihren Blutzucker selbst zu bestimmen.

Im Laufe der Sprechstunden

  • Sprechen Sie frühzeitig mit Ihrem behandelnden Arzt über Schwierigkeiten, die Behandlung einzuhalten.
  • Schließen Sie sich einer Diabetiker-Gruppe an, um sich über mögliche Probleme auszutauschen, die mit der Behandlung verbunden sind. Mit anderen über die Krankheit zu sprechen, ermöglicht es Ihnen, sich stärker zu fühlen und mit Ihrem Diabetes besser umgehen zu können.

 

Anfängliche Schwierigkeiten im Umgang mit der Erkrankung sind weit verbreitet. Schulungen und der Austausch mit anderen Betroffenen sind eine wichtige Ergänzung der ärztlichen Behandlung.

 

Publikationsdatum:   17.12.10
Datum geändert:  17.05.11
 
 

Axel Kuchem

Allgemeinmedizin
Alle Kassen

SchwerpunkteMehr

Ähnliche Dokumente

Diabetes mellitus – Definition, Formen, Zielwerte
Diabetes mellitus – Definition, Formen, Zielwerte
Diabetes mellitus ist der medizinische Fachbegriff für „Zuckerkrankheit“. Bei dieser Erkrankung ist der Blutzucker aus dem Gleichgewicht geraten und zu hoch. Langfristig einen hohen Blutzucker zu haben, kann zu schweren gesundheitlichen Problemen führen. Diabetes ist eine Volkskrankheit, von der in Deutschland etwa sieben Millionen Menschen betroffen sind.
Weiterlesen
Text
Wie funktioniert der Wasserhaushalt des Menschen?
Wie funktioniert der Wasserhaushalt des Menschen?
Wasser macht die Hälfte bis zwei Drittel des durchschnittlichen Gewichts eines Menschen aus. Fettgewebe hat einen geringen Wasseranteil. Da Frauen gewöhnlich einen etwas höheren Fettanteil haben als Männer, ist bei ihnen der Wasseranteil (52 bis 55 Prozent) geringer als bei Männern (60 Prozent). Der Wasseranteil ist auch bei älteren und übergewichtigen Menschen geringer. Ein 68 Kilogramm schwerer Mann hat ungefähr 45 Liter Wasser im Körper. Davon befinden sich 27 bis 32 Liter Wasser innerhalb der Zellen, neun Liter in den Zellzwischenräumen und etwas mehr als vier Liter (oder acht Prozent des Gesamtwassers) im Blut. Der Körper steuert die Menge des Wassers in jedem dieser Bereiche. Wasser wird je nach Bedarf verteilt, um in jedem Bereich die benötigte Menge konstant und die Körperfunktionen normal zu halten.
Weiterlesen
Text
Richtig trinken – Der Flüssigkeitsbedarf des Menschen
Richtig trinken – Der Flüssigkeitsbedarf des Menschen
Etwa zwei bis drei Liter Flüssigkeit verliert jeder Mensch täglich. Bei heißen Temperaturen oder beim Sport kann der Flüssigkeitsverlust sogar noch größer sein. Wird dieser nicht ausgeglichen, so leidet das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit sinkt. Erfahren Sie, wie Sie am besten auf Ihre Flüssigkeitszufuhr achten können und welche Getränke geeignet sind.
Weiterlesen
Text

Notfall- und Servicenummern

Was tun im Notfall ?

Akuter Notfall


Diese Website ersetzt keinen Arztbesuch!