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Reaktorunfall in Japan – was Patienten in Deutschland wissen sollten

Reaktorunfall in Japan – was Patienten in Deutschland wissen sollten

Durch ein Erdbeben und anschließender Tsunami-Welle kam es zu dramatischen Zerstörungen in einigen Kernkraftwerken in Japan. Dabei wurden teilweise erhebliche Mengen an Radioaktivität freigesetzt. Das Risiko gesundheitlicher Beeinträchtigungen für Bewohner in Deutschland ist jedoch verschwindend gering und es besteht kein akuter Anlass zur Sorge.


Was ist bei Reisen nach Japan und ins angrenzende Ausland zu beachten?

Aktuell wird nicht von Reisen nach Japan abgeraten. Der Raum um Tokyo/Yokohama wird als unbedenklich betrachtet. Das Auswärtige Amt warnt weiterhin ausdrücklich vor Aufenthalten in der Region um das Kernkraftwerk Fukushima I im Nordosten der Insel Honshu. Zu Reisewarnungen sollte man sich aktuell beim Auswärtigen Amt informieren und auf der Webseite der Japanischen Botschaft:

www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/01-Reisewarnungen-Liste_node.html  und www.tokyo.diplo.de.

 

 

Müssen Reisende, die aus Japan zurückkommen, besondere Untersuchungen durchführen?

Für Reisende, die sich nicht unmittelbar in der Region um das Kernkraftwerk Fukushima aufgehalten haben, sind keine besonderen Untersuchungen vorgesehen. 

Informaitonen gibt es auf der Webseite des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) (www.bmu.de).

 

Soll vorsorglich Jod genommen werden?

Auf keinen Fall ist eine vorsorgliche Einnahme von Jod in Deutschland angezeigt.

Im Gegenteil: bei einigen Patienten kann eine zusätzliche Zufuhr von Jod sogar schädlich sein. Die Strahlenbelastung in Deutschland ist seit dem Atomunglück in Japan noch nicht angestiegen und dies ist auch nicht zu erwarten.

 

Wie gefährlich sind Lebensmittel aus Japan?

Für den Import von Lebensmitteln aus Japan gibt es vorgeschriebene Untersuchungen. Die erlaubten Grenzwerte werden von der EU festgelegt.  Grundsätzlich gilt, dass Japan im Bereich der Nahrungsmittel eher als Importland denn als Exportland gilt. Das bedeutet, dass im Vergleich zu den gesamten Importen an Lebensmitteln nach Deutschland nur ein sehr kleiner Anteil überhaupt aus Japan stammt.

 

Kann weiterhin Fisch, Seetang, Sushi oder grüner Tee verzehrt werden?

Eine Gefährdung durch Fisch oder See-Produkte, die in japanischen Gewässern geerntet wurden, kann nicht völlig ausgeschlossen werden. Daher werden alle Lebensmittel, die aus Japan in die EU exportiert werden, bereits in Japan auf radioaktive Strahlung untersucht und zertifiziert. Diese Lebensmittel werden ebenfalls in der EU nachkontrolliert.

 

 

Welche Grenzwerte gelten für eine radioaktive Belastung in Deutschland?

Bei einer Strahlenbelastung von 10 Millisievert wird der Aufenthalt in geschlossenen Räumen empfohlen, ab 100 Millisievert wird eine Evakuierung eines betroffenen Gebietes empfohlen.

 

Wie hoch ist die radioaktive Belastung normalerweise in Deutschland?

Die normale (quasi natürliche) Strahlenbelastung liegt in Deutschland bei

2,1 Millisievert jährlich. Diese rührt sowohl aus der natürlichen Umweltstrahlung

(z.B. aus der kosmischen Strahlung) als auch aus den Folgen der Nutzung radioaktiver Stoffe (z.B. auch beim Röntgen). Diese Menge ist gesundheitlich absolut unbedenklich.

Es ist nicht zu erwarten, dass durch das Atomunglück in Japan eine Gesundheitsgefährdung in Deutschland auftritt. Reisen nach Japan sind unbedenklich, außer in die Region um das Kernkraftwerk Fukushima. Hierüber stellt die Bundesregierung laufend Informationen ins Internet.

Stand: August 2011

Publikationsdatum:   06.08.11
Datum geändert:  29.07.11
 
 

Axel Kuchem

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