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Diabetes mellitus Typ 2 – Risikofaktoren, Symptome, Folgeerkrankungen

Diabetes mellitus Typ 2 – Risikofaktoren, Symptome, Folgeerkrankungen

Zu viel Zucker im Blut über einen zu langen Zeitraum hinweg kann Blutgefäße und Nerven schädigen, was zu lebensbedrohlichen Folgeerkrankungen führt. Wer Übergewicht vermeidet, senkt sein Risiko, Typ 2-Diabetes zu entwickeln. Besonders Personen, die bereits Typ 2-Diabetiker in der Familie haben, können dadurch ihr persönliches Risiko mindern.


Risikofaktoren

  • Es gibt Risikofaktoren, die sich nicht ändern lassen, wie zum Beispiel das Älterwerden oder eine familiäre Vorbelastung. Es sind mehrere Erbfaktoren bekannt, sodass ein deutlich erhöhtes Risiko besteht, wenn Diabetes in der Familie bekannt ist.
  • Einige Faktoren jedoch sind sehr wohl zu beeinflussen. So gehören Übergewicht und körperliche Inaktivität zu den Hauptrisikofaktoren für Typ 2-Diabetes. Bei deutlich übergewichtigen Menschen steigt das Diabetesrisiko um das Fünf- bis Zehnfache an. Eine ausgewogene, maßvolle Ernährung und ausreichend Bewegung reduzieren dieses Risiko.
  • Generell sollte jeder auf Nikotin verzichten und auf einen gesunden Blutdruck sowie niedrige Cholesterinwerte achten, um Herz-Kreislauf-Erkrankungen entgegenzuwirken.
  • Medikamente zu einer anderen Erkrankung können dazu beitragen, dass ein bestehender Diabetes sich verschlechtert. Wenn Sie Diabetes haben, wird Ihr Arzt darauf achten, Ihnen Medikamente zu verordnen, die den Blutzucker wenig beeinflussen.

Symptome bei Diabetes-Typ 2

  • Der Typ 2-Diabetes tritt häufig im mittleren Alter auf.
  • Der Beginn des Typ 2-Diabetes verläuft meist schleichend und kann anfangs zunächst völlig beschwerdefrei sein.
  • Allgemeine Symptome wie vermehrter Durst oder Hunger, schlechtes Allgemeinbefinden, erhöhte Infektanfälligkeit, Juckreiz, schnelle Ermüdung und Schwindel werden häufig beobachtet, dabei aber oft fehlgedeutet. Auch häufiges Wasserlassen und Gewichtsabnahme können Anzeichen von Diabetes sein.
  • Trotzdem können zu diesem Zeitpunkt bereits Folgeschäden z. B. an Herz, Nieren, Augen und Nerven entstanden sein.

Folgeerkrankungen

  • Diabetes mellitus erhöht das Risiko für schwere Folgeerkrankungen wie beispielsweise:
  • Herzinfarkt und Schlaganfall
    • Für Diabetiker besteht ein 2- bis 4-mal höheres Risiko, eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu bekommen.
    • Eine Herzerkrankung gehört zu den Haupttodesursachen bei Patienten mit Diabetes mellitus.
  • Nierenschäden
    • Diabetes mellitus ist eine der Hauptursachen für Nierenversagen.
  • Verlust der Sehkraft
    • Eine Schädigung der Blutgefäße in den Augen kann bis zur Erblindung führen.
    • Diabetes ist die Hauptursache für den Verlust der Sehkraft bei Erwachsenen im Alter von 40 bis 80 Jahren.
  • Fußgeschwüre und nicht heilende Wunden
    • Eine Schädigung der Nerven und Blutgefäße in Füßen und Beinen kann zu Fußgeschwüren und nicht heilenden Wunden führen. In den schlimmsten Fällen ist eine Amputation erforderlich.
  • Nervenschäden
    • Die sogenannte periphere Neuropathie kann Kribbeln, Schmerzen, Taubheit oder ein Schwächegefühl in Füßen und Händen auslösen. Bei etwa 30 Prozent der Patienten mit Diabetes mellitus liegt diese Form der Nervenschädigung vor.
  • Überlastung der Bauchspeicheldrüse
    • Die ständige Belastung der Bauchspeicheldrüse kann dazu führen, dass sie überlastet wird und sich der Diabetes mellitus verschlimmert.

 

Patienten mit Typ 2-Diabetes spüren oft jahrelang keine Beschwerden, was die Diagnose erschwert. Typische Symptome sind eine schlechte Allgemeinbefindlichkeit, Schwindel, ein erhöhtes Durst- und Hungergefühl oder ein verstärkter Harndrang. Als Folgeerkrankungen entstehen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nierenleiden und schwere Nervenschäden.

Publikationsdatum:   17.12.10
Datum geändert:  15.04.11
 
 

Axel Kuchem

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