Zum Inhalt
Sie befinden sich hier:  Home  > Weitere Informationen  > Prävention - Früherkennung

Weitere Informationen

Prävention - Früherkennung

Wie erkennt man Lungenkrebs? – Frühe Diagnose kann Leben retten

Wie erkennt man Lungenkrebs?  – Frühe Diagnose kann Leben retten

Lungenkrebs ist bei Männern der häufigste, bei Frauen der dritthäufigste tödliche Krebs. Die Hauptursache ist das Rauchen. Oft wird der Krebs nicht rechtzeitig erkannt, weil es keine typischen Symptome gibt. Für eine Behandlung kann es dann zu spät sein, weil der Tumor bereits zu weit fortgeschritten ist. Der beste Schutz vor Lungenkrebs: nicht rauchen, das Rauchen aufgeben und sich möglichst wenig Rauch aussetzen.


Wann und wo tritt Lungenkrebs auf?

  • Die meisten Betroffenen erkranken zwischen dem 55. und 60. Lebensjahr an Lungenkrebs.
  • An den Bronchien, den Luftkanälen der Lunge, breitet sich verändertes Lungengewebe aus. In über 90 % der Fälle sind solche Lungen-Geschwülste bösartig, also als Krebs zu bezeichnen.
  • Häufig befallen ist der obere Bereich der Lungenflügel aufgrund der stärkeren Belüftung beim Atmen. Diese Region ist dadurch intensiver beim Atmen von schädlichen Substanzen betroffen.

Lungenkrebs rechtzeitig entdecken

  • Der Tumor streut sehr häufig und sehr früh in andere Bereiche des Körpers. Die Krebszellen gelangen über die Lymphflüssigkeit in die Lymphknoten des Brustkorbs und über das Blut in andere Organe. Diese Tochtergeschwulste bezeichnet man als Metastasen. Sie erschweren eine erfolgreiche Behandlung. Daher ist eine frühe Diagnose sehr wichtig.
  • Bisher gibt es keine spezielle Untersuchung zur Früherkennung. Röntgenbilder der Lunge oder die Untersuchung von abgehustetem Schleim auf Krebszellen waren bei der Früherkennung bisher nicht hilfreich. Entscheidend ist, auch geringfügige Beschwerden ernst zu nehmen und vom Arzt abklären zu lassen.

Welche Symptome ruft Lungenkrebs hervor?

  • Im Frühstadium der Erkrankung gibt es keine typischen Symptome. Symptome bei Lungenkrebs können sein:
    • ständiger Reizhusten
    • Blut im ausgehusteten Schleim
    • erhöhte Körpertemperatur
    • Schmerzen in der Brust
    • Atemnot
    • plötzlich auftretendes Asthma oder Bronchitis
    • wiederkehrende Lungenentzündungen
    • andauernde Erkältungskrankheit

Wie wird die Diagnose gestellt?

  • Bei Verdacht auf Lungenkrebs, werden in der Regel zunächst Röntgenaufnahmen  der Lunge angefertigt. Wird der Verdacht erhärtet, so erfolgen weitere Untersuchungen. Eine Computertomographie oder eine Magneresonanztomographie geben genauer Auskunft über die Größe und Lage des Tumors.
  • Um die Art des Tumors zu Untersuchen erfolgt im Anschluss meist eine Lungenspiegelung (Bronchoskopie). Die entnommenen Gewebeproben werden unter dem Mikroskop untersucht.
  • Zusätzlich erfolgt meist eine Blutentnahme, bei der auch die Bestimmung von so genannten Tumormarkern erfolgt, Sie geben weitere Hinweise auf die Art des Tumors und werden zur Behandlungskontrolle eingesetzt.

 

Welche Therapie gibt es?

  • Die Therapie von Lungenkrebs ist abhängig davon, in welchem Stadium sich die Erkrankung befindet. Je nachdem wie weit die Erkrankung fortgeschritten ist werden unterschiedliche Behandlungsmethoden empfohlen. Hier gibt es abgestimmte Behandlungsempfehlungen der Deutschen Krebsgesellschaft. . Eingesetzt werden:
    • Operationen, bei der das Tumorgewebe entfernt wird
    • Bestrahlung - damit werden Metastasen im Lungengewebe zerstört oder das Tumorgewebe vor der Operation verringert
    • Chemotherapie, um das Wachstum von Tumorzellen zu verhindern

Risiko Rauchen

  • Rauchen ist einer der Hauptrisikofaktoren für Lungenkrebs. Jeder zehnte Raucher erkrankt an Lungenkrebs. Raucherentwöhnungsprogramme helfen dabei, vom Glimmstängel loszukommen. Dafür ist es nie zu spät, denn je länger man raucht, desto höher ist das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken. Bei einem starken Raucher ist es 15-mal so hoch wie bei einem Nichtraucher. Gibt er seine Sucht auf, ist es nach 10 Jahren nur noch fünfmal, nach 15 Jahren noch doppelt so hoch.

Hauptursache für Lungenkrebs ist das Rauchen. Besonders Raucher sollten Symptome wie ständigen Reizhusten und Atemnot sehr ernst nehmen. Je früher der Krebs erkannt und behandelt wird, umso größer sind die Chancen der Heilung.

Stand 08.2010

Publikationsdatum:   17.12.10
Datum geändert:  15.06.11
 
 

Axel Kuchem

Allgemeinmedizin
Alle Kassen

SchwerpunkteMehr

Ähnliche Dokumente

Husten – ein Symptom für viele Krankheiten
Husten – ein Symptom für viele Krankheiten
Husten ist eines der häufigsten Symptome und kommt vor allem bei banalen Erkältungen vor. Aber Husten kann auch ein Hinweis auf andere Erkrankungen sein. Dauert er länger als drei Wochen an oder kommen Fieber oder blutiger Auswurf hinzu, muss ein Arzt die Ursache abklären. Ist der Husten harmlos, helfen viele alte Hausmittel.
Weiterlesen
Text
Was ist Sarkoidose?
Was ist Sarkoidose?
Sarkoidose – auch Morbus Boeck genannt – ist eine eher seltene entzündliche Erkrankung, die am häufigsten in der Lunge auftritt. Es können aber auch alle anderen Organe in Mitleidenschaft gezogen werden. Aber nur rund 50 % der Betroffenen zeigen überhaupt Symptome einer Erkrankung. Die Ursache der Erkrankung ist bisher unbekannt.
Weiterlesen
Text
Schlafapnoe-Syndrom – Was ist das?
Schlafapnoe-Syndrom – Was ist das?
Beim sogenannten Schlafapnoe-Syndrom treten während des Schlafs immer wieder Atempausen von mehr als zehn Sekunden auf. Circa zwei Prozent der Erwachsenen in Deutschland haben eine Schlafapnoe. Diese setzt den Körper unter Dauerstress und kann schwere Erkrankungen, wie Bluthochdruck und Herzinfarkte nach sich ziehen. Deshalb sollte die Schlafapnoe so früh wie möglich festgestellt und behandelt werden.
Weiterlesen
Text

Notfall- und Servicenummern

Was tun im Notfall ?

Akuter Notfall


Diese Website ersetzt keinen Arztbesuch!