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Prävention - Früherkennung

Anorexia nervosa erkennen und richtig reagieren

Anorexia nervosa erkennen und richtig reagieren

Von dieser Essstörung sind in der Regel Mädchen und Jungen im Verhältnis 9:1 betroffen. Wie erkennt man die Magersucht und wie reagiert man? Einige Anhaltspunkte bieten Ihnen folgende Informationen.


Was ist Anorexie?

  • Anorexia nervosa wird auch Anorexia mentalis oder Magersucht genannt. Man versteht darunter eine psychische Störung, die zu den seelisch bedingten Essstörungen gehört. Der Begriff Anorexie allein beschreibt lediglich ganz allgemein eine Appetitlosigkeit, gleich welcher Ursache.
  • Anorexie zeigt sich in einer Verweigerung der Nahrungsaufnahme und einer zunehmenden Appetitlosigkeit. Diese Erkrankung tritt meistens bei Jugendlichen im Teenageralter auf. Oft beginnt die Erkrankung mit einer Diät, die dann „aus dem Ruder“ läuft.
  • Anorexie und das damit verbundene oft extreme Untergewicht kann zu bleierner Müdigkeit, Osteoporose und Knochenveränderungen mit Frakturrisiko, Muskelschwund, Haarausfall und Zahnproblemen führen. Durch die Stoffwechselveränderungen kommt es auch zu niedrigem Blutdruck und verlangsamtem Herzschlag mit der Gefahr von Herzrhythmusstörungen.
  • Das vorrangige Ziel einer Behandlung besteht darin, den Wandel einer leichten, allgemeinen Anorexie in eine chronische Erkrankung, wie die Anorexia nervosa mit schlimmen Konsequenzen zu vermeiden.

Welche Anzeichen sollten Sie aufmerksam machen?

  • Ihr Kind ändert sein Essverhalten und weigert sich zu essen. Oder es isst regelmäßig, aber nur widerwillig. Ihr Kind sagt Ihnen beispielsweise: "Das ist nicht gut, das ist kalt …" oder es versteckt das Fleisch unter Salatblättern.
  • Ihre Tochter akzeptiert ihren Körper, der sich in der Pubertät ändert, nicht und leidet unter ihm.
  • Ihre Tochter hat panische Angst davor, dick zu werden. Sie hält sich vielleicht schon für zu dick, obwohl Sie sie zu dünn finden.
  • Ihre Tochter bekommt ihre Menstruation nicht mehr.
  • Ihr Kind ist körperlich sehr aktiv und treibt offenbar exzessiv Sport, um Kalorien zu "vernichten". Ihr Kind verliert an Gewicht.
  • Ihr Kind klagt oft über Magenprobleme (häufiges Übergeben) oder Darmträgheit, um Abführmittel nehmen zu können.
  • Ihr Kind hat wenig Freunde und weigert sich häufig, sich in eine Gruppe zu integrieren.

Was können Sie tun?

  • Sprechen Sie so schnell wie möglich mit einem Arzt über die Anzeichen, die Sie beobachtet haben.
  • Nachdem alle organischen Ursachen ausgeschlossen wurden (sie sind nur selten der Grund), wird es darum gehen, ins Gespräch mit Ihrem Kind zu kommen, um nach den Gründen für seine Probleme zu forschen. Hierbei geht es um sein Heranwachsen, aber auch seine Erbanlagen und sein familiäres Umfeld.
  • Vielleicht müssen Sie sich an einen Spezialisten (Psychologen, Psychiater) wenden, der Ihr Kind begleitet und auch Familiengespräche organisiert. Diese familiäre Wahrnehmung wird es ermöglichen, in einen neuen Dialog zu treten, der die Genesung begünstigt.

 

Bleiben Sie im Gespräch mit Ihrem Kind und vermeiden Sie Verurteilungen und Schuldzuweisungen. Zeigen Sie ihm Ihre Zuneigung und erinnern Sie es daran, dass Sie immer da sein werden, egal was passiert.

 

Publikationsdatum:   17.12.10
Datum geändert:  13.04.11
 
 

Axel Kuchem

Allgemeinmedizin
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